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Ironman 70.3 in Wiesbaden – eine Regen- und Schlammschlacht!
Zum 3. mal ging ich gestern in Wiesbaden an den Start auf die Halbe IM Distanz. Die Wettervorhersage für den Wettkampftag versprach schon im Voraus nichts Gutes.Der Radcheckin am Samstag ging bei schönem Wetter im Schiersteiner Hafen reibungslos vonstatten und ich glaube die meisten Atlethen konnten sich nicht vorstellen, dass das Wetter über Nacht eine drastische Änderung vollziehen könnte.Am Sonntag wurden dann aber beim Vorbereiten der Rennräder in der Wechselzone am Schiersteiner Hafen die schlimmsten Erwartungen an das Wetter übertroffen. Es regnete wie aus Eimern und als ich im Umkleidezelt meinen Schwimmneoprenanzug anzog, zuckten draußen (ca. 40 Minuten vor dem Start) Blitze und es begann zu donnern. Viele Atlethen fragen sich ob bei diesen Bedingungen ein Start überhaupt möglich sei. Einige Frauen und auch Männer zogen es vor nicht zu starten. Das Gewitter legte sich nach und nach und ich konnte pünktlich um 8 Uhr in der ersten Startgruppe mit ca. 450 weiteren Atlethen auf die 1,9 km lange Schwimmstrecke gehen.Im Wasser trieben Grünpflanzen und kleine Äste, was das Schwimmen am Anfang etwas unruhig gestaltete. Ich fand dann in meinen Rythmus und konnte nach der Wendeboje auf den letzten 1000 Metern das Tempo leicht steigern.Der Wechsel aufs Rad war dann wieder verregnet und die Brille, die am Rad deponiert war, erwies sich nicht als Sehhilfe sondern eher als Sehhindernis. Also fuhr ich die ersten Kilometer ohne diese. Der Regen nahm auf der Strecke ständig zu und auf vielen Abfahrten war wegen des starken Regens kein normales "Rennradfahren" möglich.Zusätzlich wurde es natürlich sehr kalt (gefühlte 5°C), da auf den langen Abfahrten im Wald kaum Pedaleinsätze angesagt waren. Ich musste teilweise stärker bremsen, da mein Rad durch meine Zitterbewegungen sehr unstabil wurde (kannte ich so noch nicht).Viele Zuschauer hat es bei diesem Wetter nicht an die Strecke geholt, die paar Wenigen haben trotz allem für gute, bzw. bessere Stimmung gesorgt. Am "Hammer" in Oberlibbach hat dann auch mit meinem Schwiegervater Ralf Spiegler und seiner Lebensgefährtin eine Abordnung der Fangruppe der SG Druckerei Spiegler dafür gesorgt, dass die letzten Kilometer vor Wiesbaden nochmal richtig "reingetreten" wurde.Zur Ankunft in der 2. Wechselzone zum Laufen regnete es immer noch und ich hatte massive Probleme die Laufschuhe an die ziemlich eingefrorenen Füße zu bekommen. Die 4 Laufrunden á 5 km durch den Kurpark bin ich auf der ersten Hälfte wegen meinem noch tauben linken Fuß etwas langsamer angegangen um dann ab ca. KM 12 oder 14 wieder mit vollem Gefühl in den Füßen das Tempo etwas zu steigern. Die Wege im Kurpark waren teilweise eine einzige Pfützenlandschaft und dementsprechend sahen später meine Schuhe und Beine aus.Mit dem Gesamtergebnis von 5:14 Std. (2009 benötigte ich 5:16) bin ich angesichts der Umstände sehr zufrieden und werde meine Vorbereitung für Hawaii konsequent fortsetzen.Mit dieser Platzierung hätte ich mich direkt für die 70.3 Weltmeisterschaft in Clearwater qualifiziert.swim 33:50,6 WZ 2:42,2 bike 2:57:55,7 WZ 1:38:11,3 run 1:38:11,3 Gesamt 5:14:41,9 AK Platz 23, Gesamtplatz 237
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