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Schlechte EM, solider Weltcup

Nach der EM in Tallinn habe ich mich gefragt, ob ich überhaupt segeln kann. Mein Ziel unter die ersten 50% zu kommen, habe ich bei weitem nicht geschafft. Die Regatta ging über 6 Tage. 


Der 1.Tag ist nicht gut gewesen. Es war schwierig zu segeln und ich hatte einfach keinen Durchblick. Ich war auch ein wenig nervös, wodurch ich meinen Fokus an Schlüsselsituationen nicht richtig eingestellt hatte. Der 2. und 3. Tag war ganz solide und ich lag nur 10 Plätze von meinen ersten 50% entfernt. Am 4. Tag fanden die letzten Qualifikationsrennen statt. Danach wurde das gesamte Feld(150 Segler) entsprechend den Platzierungen in 3 Fleets aufgeteilt. Wenn man im 2. Fleet war, konnte man nicht mehr ins erste Fleet, aber auch nicht mehr ins 3.Fleet segeln. Vor dem 4.Tag befand ich mich locker im 2.Fleet und es lief alles nach Plan. Mein Ziel waren zwei solide Rennen ohne Risiko. Beide Rennen bin ich hinten gefahren. Nach dem Zieldurchlauf hatte ich keinen Bock auf gar nichts mehr. Ich war um 2 Plätze an der 2.Gruppe vorbeigerutscht und konnte so nicht mehr unter die ersten 50% kommen. Damn it! In den letzten beiden Finalrennen habe ich dann noch zwei Frühstarts gefahren und dachte mir so "...manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen..." Ok, wenigstens hat der letzte Abend Spaß gemacht. Tallinn ist btw auch eine sehr sehr schöne Stadt. Kann ich nur jedem empfehlen;-)Die Kieler Woche ist nur eine Woche später gestartet. 4 Tage sollte der Wettkampf gehen. Die Kieler Woche gehört der Worldcup-series der olympischen Bootsklassen an. Es war also ein hochwertige Regatta. Am ersten Tag hat der Wind zwischen 12-16Knoten geweht. Er war sehr inkonstant in Stärke und Richtung. Nach den drei Rennen an diesem Tag habe ich mich auf Platz 52 von 119 befunden. Ganz gut, aber nicht zufriedenstellend. Viel Wind liegt mir recht gut und hatte auch mehr rausholen können, bloß irgendwie habe ich mich nicht fit gefühlt. Meine Muskeln waren müde. Keine Ahnung warum. Die nächsten zwei Tage haben wir mit Warten auf Wind zugebracht. Das ist schon nicht so toll den ganzen Tag im Hafen rum zu hängen und nichts richtiges machen zu können. Wenigstens hatte mein Verein ein Zelt mit Vollverpflegung für seine Sportler im Hafenvorfeld. Am Dienstag war grade noch genügend Wind für ein Rennen da gewesen. Es waren zw. 5-6Knoten, nicht grade mein Lieblingswind. Nach dem ich beim Start am Startschiff hängen geblieben bin(was so das schlimmste ist, was einem beim Start passieren kann) war ich an der ersten Bahnmarke letzter. Ich war irgendwie aber voll schnell auf Vorwind und habe auf der ersten Vorwind 15 Boote geholt. Dann habe ich auf der zweiten Kreuz die richtige Seite gewählt und hatte bei dem abnehmenden Wind eine gute Steuertechnik. Im Ziel war ich dann 15. Insgesamt war ich dann auf Rang 50. Das Leichtwindrennen hat mich sehr gefreut und mir auch wieder mehr Selbstsicherheit gegeben. Die anderen kochen auch nur mit Wasser...
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Erstellt Von:Marco Grasse am 28 Jun 2010 um 14:28 | 0 Kommentare
Themen: Allgemein

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